A. E. KÖCHERT

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Diamantenguide

Der Diamant ist der einzige Edelstein, der nur aus einem einzigen Element besteht, nämlich reinem Kohlenstoff. Gebildet haben sich Diamanten vor mehreren Millionen Jahren in den Tiefen der Erde, wo sich Kohlenstoff (Carbon) unter Einwirkung von großer Hitze und ungeheurem Druck kristallisiert hat. Das diamanthaltige Gestein, das Kimberlit, gelang durch Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche, wo es heute abgebaut wird. Um einen Diamanten von der Größe eines Carates zu finden, müssen durchschnittlich 250 Tonnen Gestein, oft aus Tausenden von Metern Tiefe, abgebaut und aufbereitet werden. Also 250 000 kg, oder 10 Sattelschlepper für 0,2 g Diamanten.

Der Diamant

Er ist der härteste Stein, das härteste Element, das es überhaupt gibt und er kann nur von seinesgleichen geschliffen werden – von mit Diamantstaub besetzten Schleifscheiben.

Als Qualitätskriterien des Diamanten gelten die sogenannten 4 C’s:

CARAT = Gewicht
CLARITY = Reinheit
COLOUR = Farbe
CUT = Schliffqualität

Je größer, je reiner, je farbloser und zuletzt je schöner geschliffen ein Diamant ist, desto seltener ist er.
Für alle anderen Edelsteine gelten (abgesehen von der Farbe) in abgeschwächter Form dieselben Kriterien.

CARAT

Carat = Gewichtseinheit bei Edelsteinen, 1 Carat entspricht 0,2 Gramm. Ein Zweikaräter ist ungleich seltener als ein Einkaräter, daher ist er nicht nur doppelt so teuer, sondern er kostet etwa das Dreifache. Der Preis für größere Steine steigt also überproportional zu ihrer Größe an.

 

1.00 carat
6.50 mm

2.00 carat
8.20 mm

3.00 carat
9.50 mm

4.00 carat
10.50 mm

CLARITY

Clarity  = Reinheit: Diese bezieht sich auf die innere „Vollkommenheit“ eines Steines. Sogenannte Einschlüsse sind Spuren aus dem Moment des Entstehens des Steines (Risse, Wachstumserscheinungen, kleine eingeschlossene Mineralpartikel) und mindern in der Regel seinen Wert.

Bei Diamanten wird der Reinheitsgrad durch ein international anerkanntes zehnstufiges Graduierungssystem definiert: Es beginnt bei lupenrein (lc) und endet bei Imperfect3 (I3) – hier kann man schon mit dem freien Auge deutlich sichtbar Einschlüsse erkennen. Lupenrein ist ein Stein dann, wenn ein geübter Fachmann mit der Zehnfachlupe keinerlei Einschlüsse erkennen kann (unter ein hundertstel Millimeter).

COLOUR

Die Farbe eines Diamanten entsteht durch Einlagerungen von Spurenelementen, am Häufigsten Stickstoff, der ihm die verschiedensten Gelbfärbungen gibt. Hier gibt es ebenfalls eine Einteilung in ein international anerkanntes Buchstabensystem: Ein komplett farbloser Stein hat die Bezeichnung D und E (fast farblos), die alte Bezeichnung dafür ist River; F und G sind das alte Top Wesselton und so weiter.

Ab einer gewissen Farbsättigung jenseits der Farbe Z geht der Preis des Diamanten wieder sprunghaft in die Höhe. Hier spricht man dann von sogenannten „Fancy Colours“. Es gibt auch Diamanten, die ins Blau, Grün oder Rosa gehen. Diese Steine sind extrem selten und unglaublich teuer. Vor einigen Jahren wurde bei Christies beispielsweise ein 14 carätiger blauer Diamant im Smaragdschliff (der „Oppenheimer Blue“) um 57,6 Mio $ verkauft.
Achtung: manche intensive Farbtönungen lassen sich durch Bestrahlung erzielen. Daher ist es besonders bei farbigen Diamanten wichtig, auf ein Zertifikat zu bestehen, in dem in Bezug auf die Farbe „natural colour“ oder „natural origin” vermerkt ist.

CUT

Der heute gebräuchlichste Schliff ist der klassische Brillantschliff. Dieser hat 57 oder 58 Facetten. Ende der 1940er Jahre haben Physiker einen Idealschliff berechnet, der dem Betrachter ein Höchstmaß an Reflexionen bietet. Nur für diesen Schliff wird der Begriff „Brillant“ verwendet. Der moderne Brillantschliff ist etwas anders ist als der sogenannte Altschliff. Dieser hat zwar die gleiche Anzahl an Facetten, früher wurden die Steine aber mehr „auf Gewicht“ geschliffen in der Absicht durch das Schleifen möglichst wenig an Caratgewicht zu verlieren. Die Folge waren völlig andere Proportionen und eben auch weniger Reflexionen, also weniger Brillanz. Man erkennt einen Altschliffstein an der viel kleineren „Tafel“ – das ist die größte Facette des Steines an seinem sogenannten „Oberkörper“, der oft auch viel höher als beim modernen Schliff ausfällt. Der Wert eines Altschliffdiamanten vergleichbarer Größe und Qualität ist circa um 30% niedriger anzusetzen als jener eines modern geschliffenen Steines.

Neben dem Brillantschliff werden Diamanten in verschiedensten anderen Schliffarten und -formen geschliffen
– hier ein paar Beispiele:

Das Zertifikat

In einem Zertifikat wäre zu beachten, dass in Bezug auf den Schliff die „proportions“ und das „finish“ mit very good oder excellent beurteilt sein sollte.

Hier sind wir schon beim Thema Zertifikat: ab einem Einkaräter empfehlen wir in jedem Fall ein Zertifikat- es bietet ein objektives Kriterium zur Bewertung der Qualität und erhöht die Wiederverkäuflichkeit des Steins. Idealer Weise sollte das Zertifikat von einem international renommierten Institut kommen: das sind v.a. GIA (Gemmological Institute of Amerika) und HRD (Hooge Rat van Diamanten Antwerpen).

Heutzutage wird die Nummer des Zertifikat oft in die seitliche Kante (Girdle oder Rondiste) des Diamanten gelasert.

Preisentwicklung

Der Diamanthandel wird immer noch stark von De Beers dominiert. Dieses südafrikanische Unternehmen kontrolliert zwar nur ca. 40 % der Diamantproduktion durch eigene Minen, hat aber viele andere Produzenten durch Syndikatsverträge zu einer gemeinsamen Vermarktung an sich gebunden. Durch eine kluge Politik der Steuerung des Angebotes konnten die Diamantpreise in den letzten zwanzig Jahren weitgehend stabil gehalten werden.

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