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Edelsteine LERNEN SIE IHREN SCHMUCK KENNEN EDELSTEINE & EDELMETALLE

EDELMETALLE

Gold

Wir verwenden zur Fertigung unserer Schmuckstücke ausschließlich Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium (das ist ein Platinmetall).

Reines Gold ist für die Verarbeitung zu Schmuck zu weich. Daher wird es meist mit Silber, Kupfer oder Platinmetallen legiert (gemischt). Die gesetzlichen Feingehalte dürfen dabei nicht unterschritten werden. In Österreich sind das 14 Karat Gold (585 von 1000 Teilen bestehen aus Feingold) oder 18 Karat Gold (750 von 1000 Teilen bestehen aus Feingold). Die Punzierung eines Schmuckstückes aus Gold mit „750“ bzw mit „585“ bedeutet demnach, dass der Goldgehalt 750 von 1.000 Teilen (18K) oder 585 von 1.000 (14K) entspricht.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Feingoldgehalt desto wertvoller ist das Material.

18 karätiges Gold besitzt eine wärmere und ansprechendere Farbe als 14 K Gold. Daher fertigen wir unsere Schmuckstücke fast ausschließlich in 18 K Gold

Weißgold und Rotgold bzw. Roségold entstehen durch die spezifische Auswahl der Zusatzmetalle, die bei einer Legierung dem Feingold beigemengt werden.

Weißgold entsteht durch Beimengung von Silber oder Platinmetallen. Je nach Zusammensetzung der Zusatzmetalle hat es einen mehr oder weniger ausgeprägten Gelbstich, der oft durch ein zusätzliches „Rhodinieren“ des Schmuckstückes in ein reines Weiß ausgeglichen wird. Als Rhodinieren bezeichnet man die galvanische Beschichtung des Stückes mit Rhodium, einem Platinmetall.

Durch das Zulegieren von Kupfer verleiht man der Goldlegierung eine rötliche Farbe: das Rotgold bzw Roségold. Roségold ist Rotgold mit einem etwas geringerem Anteil von Kupfer.

Platin

Platin ist von sich aus weiß mit einem leichten Stich ins Grau. Es ist etwas schwieriger zu verarbeiten als Weißgold, hat aber ein hochwertigeres Image. Es hat ein höheres spezifisches Gewicht als Gold. Stücke aus Platin sind daher schwerer als solche aus Weißgold. Zum Fertigen von Schmuckstücken wird eine Platinlegierung mit 900 von 1000 Teilen Feinplatin und 100 von 1000 Teilen Zusatzmetallen verwendet. Die Feingehaltspunze von Platin ist daher „900“.

Silber

Ebenso wie Feingold ist auch Feinsilber für die Schmuckgestaltung in reiner Form zu weich.
Daher wird es fast immer mit Kupfer vermengt. Hauptsächlich wird Sterlingsilber verwendet, d.h. eine Silberlegierung mit 92,5 % Silber und 7,5 % Kupfer. Die Feingehaltspunze ist „925“.
Bei Tafelsilber verwendet man üblicherweise „835er“ Silber.
Silber reagiert mit den Schwefelverbindungen der Luft und bildet an der Oberfläche einen schwarzgrauen Belag, man nennt das auch „Oxidieren“.
Um dieses sogenannte „Anlaufen“ zu vermeiden bzw. zu verzögern, werden Schmuckstücke aus Silber oft rhodiniert. Als Rhodinieren bezeichnet man die galvanische Beschichtung des Stückes mit Rhodium, einem Platinmetall.

EDELSTEINE

Diamant

Seit Jahrtausenden ranken sich zahllose Mythen und Sagen um Diamanten, die als Edelste aller Steine gelten. Künstliche Herstellungsverfahren rütteln zwar zuletzt vermeintlich an seinem Thron, doch der mit dem Besitz eines Diamanten verbundene Authentizitätsanspruch bleibt unerschütterlich. Gerade der natürliche Entstehungsprozess und die damit verbundene Aura des elementaren Zusammenwirkens der Erdkräfte begründet seine natürliche Seltenheit und inhärente Exklusivität.

Von den Griechen Adamans – der Unbezwingbare – genannt, wurde über etymologische Umwege daraus schließlich der Diamant. Neben seiner unübertroffenen Härte – 140mal härter zu schleifen als Rubin oder Saphir – unterscheidet sich der Diamant durch Einiges von allen anderen Steinen: Vor allem die Tatsache aus nur einem einzigen Element, nämlich Kohlenstoff, zu bestehen und publikumswirksamer seine auf den Schliff zurückzuführende einzigartige Fähigkeit zu glänzen!

„Ich hätte ihn für einen Glasscherben gehalten und weggestoßen“, sagte Edward VII. als er den Cullinan, den größten Rohdiamanten der Welt geschenkt bekam.

Die in der Mitte des 15. Jahrhunderts erkannte Schleifbarkeit hat den Diamanten schließlich auf den Olymp gehoben. Betrachtet man einen geschliffenen Diamanten jedoch etwas zu lange mit der Lupe, können einen durch seinen harten Glanz schon die Augen zu tränen beginnen. Seine außergewöhnliche Lichtbrechung und das damit verbundene Feuer nehmen uns Menschen seit jeher gefangen.

Aber Diamanten bestechen nicht nur durch ihren einzigartigen Glanz oder ihre Größe, sondern in besonderen Fällen auch durch ihre Farbe. Nicht erst seit Kurzem. Bereits indische Mogule, Ludwig XIV., russische Zaren oder englische Monarchen waren von ihnen verzaubert. Man denke an den grünen Dresdner Diamant August des Starken, den blauen Hope Diamanten oder den gelben Florentiner der Habsburger. Die Faszination für diese seltenen und kostbaren Varietäten ist ungebrochen: Einige dieser heute sogenannten “fancy diamonds” haben in den letzten Jahren bei Auktionen märchenhafte Preise erzielt.

Hier geht es zum Diamantenguide 

Einige unserer Diamanten

Rubin

Rubine

Der Rubin zählt seit jeher als sagenumwobenster Edelstein und hat über die Jahrhunderte nichts an seiner Faszination eingebüßt. In der Antike glaubte man fest an seine übernatürlichen Kräfte, später waren ihm von Maharadschas bis zu Maria Antoinette und Hollywooddiven alle verfallen, schätzten sein vor allem bei Kerzenschein schmeichelhaftes Funkeln auf der Haut. Das brachte ihm auch den Ruf ein, ein Stein des Abends zu sein.

Gemeinsam mit seinem Bruder, dem Saphir, zählt der Rubin zu den bekanntesten und vornehmsten Familienmitgliedern der überaus farbfreudigen Familie der Korunde. Seit Jahrhunderten gilt der Rubin durch seine Seltenheit als wertvollster aller farbigen Edelsteine. Manchmal ist er sogar teurer als Diamanten: Cellini, ein berühmter Goldschmied der Renaissance, berichtete, man hätte für Rubine bis zu achtmal mehr als für Diamanten bezahlt. Auch heute steigen die Caratpreise für feine Qualitäten seit Jahren kontinuierlich und steil,  denn große Steine herausragender Qualität sind tatsächlich seltener als beispielweise die Diamanten.

Als wertvollste Farbe des großen, von rosastichigen Tönen bis hin zu dunklem Purpur reichenden Farbspektrums gilt unbestritten die Klassifikation Taubenblut. Es handelt sich dabei um ein tiefes sattes Rot mit einem leisen Stich ins Bläuliche. Die beste Provenienz und größte Nachfrage haben Rubine aus Burma, die sich unter Kennern und Liebhabern besonderer Beliebtheit erfreuen.

Einige unserer Rubine

Saphir

Saphir

Einst waren die alten Perser überzeugt, dass das Blau des Himmels ein riesiger Saphir sei, auf dem die Erde stünde. Vielleicht liegen in dieser Farbkoinzidenz auch die Wurzeln seines Rufes als Stein des Tages. Zweifellos kann er – im Gegensatz zum Rubin – seine schönsten Leuchteigenschaften am Besten im Tageslicht entfalten. Wie der ihnen mineralogisch nah verwandte Rubin, zählen Saphire ebenso zur Familie der Korunde.

Spricht man von Saphiren, denken wir sofort an das tiefe Blau, das sich in geheimnisvollem Funkeln entfaltet. Das Farbspektrum des klassischen blauen Saphirs reicht dabei von hell- bis tintenblau, wobei ein leuchtendes Kornblumenblau als die wertvollste Farbe gilt. Die schönsten dieser Steine stammen aus Kaschmir.

Neben dem klassischen Blau, treten Saphire in sehr bunten Erscheinungsformen auf, von gelb oder rosa bis hin zu violett und grün. Die wertvollste Farbvariante trägt den poetischen Namen Padparadscha, auf Deutsch übersetzt „Morgenröte“. Dieser besondere orangefarbene Saphir changiert dabei in Lachsfarbenrosa und erzielt international unglaubliche Preislagen.

Auch wenn Reinheit natürlich ein bedeutendes Qualitätskriterium ist, sind nicht alle Arten von Einschlüssen automatisch als Fehler gleichzusetzen. Feine Rutilkristalleinlagerungen beispielsweise, können durch spezielle Anordnungen zu sogenanntem Asterismus führen, einem sechsstrahligen Lichtstern – hier spricht man von einem Sternsaphir. Eine besonders seltene Preziose. Außerdem kann man anhand des Erscheinungsbildes von Einschlüssen auch nachweisen, wo er geschürft wurde, ob ein Stein zur Farbverbesserung hitzebehandelt wurde oder es sich um einen umso wertvolleren unbehandelten Stein handelt.

Einige unserer Saphire

Smaragd

Smaragd

Die Antike hatte nur eine einzige nennenswerte Quelle für Smaragde, und zwar tief in den Wüsten Südägyptens. Dennoch fand man sie überall in der alten Welt, von den Märkten Babyloniens über die Medizinschränke Chinas bis hin zu den Observatorien der vedischen Astrologen. Die sagenumwobenen Smaragdminen von Kleopatra, die 1000 Jahre lang betrieben wurden, galten fünf Jahrhunderte lang verschollen und wurden 1817 von dem französischen Mineralogen und Forscher Frédéric Cailliaud wiederentdeckt. Nicht nur in Ägypten, sondern auch in Rom schätzte man die edlen Steine. So soll Nero sich zum Schutz vor dem gleißenden Sonnenlicht in der Arena Smaragde vor die Augen gehalten haben – eine Sonnenbrille aus Smaragden! Nero stand immer schon für Exzentrik.

Als später die spanischen Eroberer in den Tempeln der Inkas und Aztheken prachtvollen Smaragdschmuck beschlagnahmten, erschloss man bald auch für Europa deren Quellen in Kolumbien, woher auch heute noch die besten Smaragde stammen.

Er gilt als edelster Stein der Gruppe der Berylle, und zählt neben dem Saphir und Rubin zu den drei wertvollsten Farbsteinen. Dies zeigt sich auch daran, dass sich in zahlreichen Staats- und Kronschätzen Prachtexemplare dieser Steinvarietät befinden. Beispielsweise ist in der Wiener Schatzkammer ein 12cm großer Salbenkrug von über 2200 Karat zu finden, der aus einem einzigen Kristall geschliffen wurde.

Kaum findet man ganz reine Smaragde, wenn aber doch, handelt es sich bei diesen feinen Qualitäten um absolute Raritäten. Die meisten Steine verfügen über einen sogenannten Jardin, einen Garten an mehr oder weniger ausgeprägten Einschlüssen, die nicht selten dem Stein sogar ein gewisses Leben verleihen.

Einige unserer Smaragde

SCHMUCKSTEINE

Achat

Der Achat ist seit langem mit der Geschichte der Menschheit verbunden und wurde neben Jaspis bereits vor Jahrtausenden für die Herstellung von Jagdwaffen und Werkzeugen verwendet. Später entdeckte man ihn als Schmuckstein beispielsweise für aufwändige Siegelringgravuren oder Gemmen und schließlich fertigte man auch kunstvolle Gefäße und Kunstkammerstücke daraus. Sein unterschiedliches und häufig gebändertes Erscheinungsbild ist auf Einlagerung verschiedener Mineralien wie Eisen, Mangan und Chrom zurückzuführen, wodurch der Achat ein großes Farbreichtum aufweist. Es ist auch seit jeher üblich, Achate mittels Laugen zu färben.

Einige unserer Achate

Andalusit

Amazonit

Dieser außergewöhnliche Stein mutet nicht nur namentlich exotisch an, er tritt auch in sommerlich blauem bis türkis-grünlichen Kleid auf und macht sich dabei frisch und jugendlich aus. Entgegen der ersten Annahme geht sein Name jedoch nicht auf den Amazonas als Fundstätte zurück, sondern wird allgemein mit Alexander von Humboldts Reisen in Verbindung gebracht. Er begegnete auf einer seiner Expeditionen unabhängig lebenden, indigenen Frauen, die Amulette mit diesem außergewöhnlichen Stein trugen.

Eigenen Berichten zufolge machten diese von ihm als Amazonen bezeichneten Frauen einen so starken Eindruck auf ihn, dass sie für die Namensgebung dieses Steines Pate standen.

Einige unserer Amazonite

Amethyst

Er gilt als der begehrteste Stein der Gruppe der Quarze. Der Name Amethyst geht auf altgriechisch „nicht betrunken“ zurück, worin sich spiegelt, dass er im Altertum als Schutz gegen Trunkenheit galt. Man servierte gar Wein aus Amethystbechern, um seine Wirkung zu reduzieren.
Der Amethyst ist neben dem Saphir aufgrund seiner Farbe auch der Stein der Bischöfe. Sein Lichtspiel entfaltet er besonders schön bei Tageslicht, das ihn in all seiner Farbentiefe erstrahlen läßt. Von blassem Orchideenlila bis zu dunklem Veilchenviolett reicht sein Nuancenreichtum. Je dunkler er sich dabei zeigt, desto wertvoller ist der Stein.

In unvermutetem Kleid tritt sein Zwilling der Prasiolith in Erscheinung. Es handelt sich dabei um die seltene lauchgrüne Varietät des Amethystes, die einerseits in Indien, Russland, Simbabwe und Südafrika natürlich gewonnen wird, doch andererseits auch durch Erhitzen von hellviolettem Amethyst erreicht werden kann.

Einige unserer Amethyste

Apatit

Aquamarin

Einige unserer Apatite

Aquamarin

Aquamarin

Seepferdchen hätten ihn beim Spielen den Meerjungfrauen entnommen, heißt es, und ans Licht gebracht. Kein Wunder also, dass Meerwasser ihm Farbe und Namen gab (Aqua=Wasser, Mare=Meer). Mineralisch gesehen zählt er zu der Gruppe der Berylle, zu der auch der Smaragd gehört. Viel weniger fehlerhaft als dieser Edelste seiner Brüder, unterscheidet sich der meerfarbene Beryll vom Smaragd durch den doch geringeren Seltenheitswert.

Dunkle Aquamarine, die oft die Grenze des Saphirblau erreichen, sind weit seltener, begehrter und damit auch deutlich kostbarer als helle. Die berühmtesten Edelsteine dieser Art kommen aus der Grube „Santa Maria“ in Brasilien.

Einige unserer Aquamarine

Beryll

Beryll

Die alten Griechen waren davon überzeugt, dass der Beryll ihr Ansehen stärke und die Liebe in der Ehe bewahren könne. Ebenso erkannten sie, dass dieser Edelstein das Licht brechen und umleiten konnte. Aufgrund dieser Fähigkeit fertigte man konvex geschliffene Berylle als Lesesteine, so lässt sich auch das deutsche Wort für Brille herleiten.

Die Gruppe der Edelberylle umfasst all jene Farbvarietäten der Beryll-Gruppe, die nicht grün oder hellblau sind, denn diese werden trotz mineralischer Verwandtschaft separat als Smaragde bzw. Aquamarine bezeichnet. Beispielsweise fallen unter die Gruppe der Edelberylle der sogenannte Goldberyll ebenso wie der hellrosa Morganit, der nach dem amerikanischen Bankier und Sammler J. P. Morgan benannt wurde.

Einige unserer Berylle

Calcit

Einige unserer Calcite

Chalzedon

Der Name geht wohl auf die antike Stadt Kalchedon in Bithynien zurück, ohne, dass jedoch ein genauerer Bezug hergestellt werden könnte. Bereits Plinius der Ältere und später Albertus Magnus verwendeten und definierten die Bezeichnung in Bezug auf Mineralien. Heute fasst man darunter einige der sogenannten mikrokristallinen Quarze zusammen, zu denen neben dem eigentlichen Chalzedon auch Achat, Chrysopras, Heliotrop, Jaspis, Karneol und Onyx gezählt werden.

Einige unserer Chalzedone

Chrysopras

Bereits im Mittelalter zählte Chrysopras zu den begehrtesten Edelsteinen seiner Zeit und gilt auch heute noch als die wertvollste Varietät aus der zu den Quarzen gehörenden Chalzedongruppe. Die hohe historische Wertschätzung zeigt sich an seiner Verwendung für aufwändige Inkrustationsarbeiten am Prager Veitsdom, in der Burg Karlstein bzw. später auch im Schloss Sanssouci im Auftrag Friedrich des Großen, als dessen Lieblingsstein er galt. Seine saftig-grüne Farbe, von der sich auch die Bezeichnung herleitet, und seine Frische machen ihn auch heute noch zu einem sehr beliebten Schmuckstein.

Einige unserer Chrysoprase

Citrin

Aufgrund seiner zitronengelben Farbe nach der Frucht bezeichnet, ist die farbgebende Substanz jedoch Eisen. Die Farbnuance variiert je nach örtlicher Herkunft und der lokal unterschiedlichen Bodenzusammensetzung. Das natürliche Blassgelb kann – auch abhängig je nach Verarbeitungsmethode – bis hin ins Rötliche oder Bräunliche reichen.

Einige unserer Citrine

Diopsid

Einige unserer Diopside

Edelhölzer

Als zur Zeit des Art Déco die Neugierde an neuen Materialien stieg, begann man auch mit der Verarbeitung von edlen Hölzern. Vor allem aufgrund des charmanten Materialgegensatzes zu Edelsteinen ist die Freude an der Verarbeitung bis heute ungebrochen. Zu den bei uns in der Werkstatt verarbeiteten Edelhölzern zählen neben Ebenholz auch Palisander und Amboina oder das zwischen grün und schwarz changierende Holz des Riegelahorns.

Einige unserer Edelhölzer

Granat

Mandarin-Granat

Bereits seit der Antike sind Granate geschätzte Schmucksteine und den antiken Mythen von heiligen Granaten zufolge, hätten diese von selbst aus ihrem Inneren heraus leuchten können. Nicht zuletzt deshalb wurden sie im Mittelalter als Karfunkel bezeichnet.

Es ist jedenfalls unbestreitbar, dass Granate sich durch ihre schöne Lichtbrechung und Brillanz auszeichnen. Sie treten dabei in mehreren Farben in Erscheinung, wobei einige davon besonders selten und dadurch sehr wertvoll sind. Die wertvollste Granatvarietät ist dabei der zart- bis mittelgrüne Demantoid, dessen Name sich nicht ohne Grund von seinem diamantähnlichen Glanz ableitet. Weiters zählt auch der in Kenia und Tansania vorkommende als Tsavorit bezeichnete dunkelgrüne Granat dazu, der durch seinen außergewöhnlichen und intensiven Grünton besticht. Die rötlich-violette Varietät des Almandingranat wird ebenso sehr geschätzt und ist wohl das bekannteste Gesicht des Granats, dessen Farbgebung vor allem auf Aluminium und Eisen zurückzuführen ist. Weiters gehören auch Grossular, Rhodolith und Hessonit zur Familie der Granate.
Granatvorkommen treten häufig in Magma-Gesteinen oder – wie auch in Österreich – in den Gesteinen wie Gneis oder Glimmerschiefer auf, die sich unter hohem Druck und hoher Temperatur verändert haben.

Einige unserer Granate

Grandln

Der Ausdruck Grandln bezeichnen die Eckzähne von Wildtieren, in der Regel jene des Hirsches. Seit Menschengedenken werden Jagdtrophäen als Schmuck getragen. Auch in unserer Werkstatt verarbeiten wir gerne die Grandln unserer jagenden Kunden und führen die alte Tradition des Jagdschmuckes unserer Firmenphilosophie folgend zeitgemäß interpretiert fort. Gerade in diesem Bereich sind die Wünsche so individuell wie unsere Kunden und wir freuen uns jederzeit, Sie bei Projekten zu begleiten.

Einige unserer Grandln

Heliotrop

Der Name dieses dunkelgrünen Steines, dessen rote Flecken auf Eisenoxideinlagerungen zurückgehen, lässt sich aus dem Griechischen mit Sonnenwender übersetzen. Laut antikem Mythos glaubte man daran, dass der Heliotrop eine Verbindung zwischen den Menschen und der Götterwelt stiftete, da er mit der Sonne in Zusammenhang gebracht wurde. Die lange Tradition, Siegelringe mit Wappengravuren aus Heliotrop zu fertigen, setzt sich bis heute fort. Dabei wird das jeweilige Wappen entweder ganz klassisch spiegelverkehrt zum Siegeln oder in Schauansicht in den Stein geschnitten.

Einige unserer Heliotrope

Iolith

Skandinavische Legenden erzählen, dass der blauviolette Stein von nordischen Seefahrern an bewölkten Tagen zur Navigation herangezogen wurde. Sie hätten dünne Iolithscheiben als ersten überlieferten Polarisationsfilter in Form des sogenannten Wikingerkompass verwendet. Mittlerweile von der experimentellen Archäologie nachgewiesen, entspricht das Prinzip jenem des Dämmerungskompass, wie er auch heute noch in höheren Breitengraden im Flugverkehr eingesetzt wird. Polarisiertes Licht der Atmosphäre kann dabei helfen die, hinter den Wolken verborgene, Sonne zu lokalisieren. Seine Farbe kann manchmal an die des Saphirs erinnern, wobei schöne klare Qualitäten sehr selten sind.

Einige unserer Iolithe

Jade

Jade gehört zu den ältesten Kultsteinen und spielt in nahezu allen großen Kulturen der Welt eine bedeutende Rolle. Aufgrund ihrer außerordentlichen Zähigkeit wurde sie in prähistorischer Zeit für Waffen und Geräte verwendet. Die ersten Kunstobjekte aus Jade wurden bereits schon während der Altsteinzeit gefertigt. In China entwickelte sich durch reiche Vorkommen eine regelrechte Jadekultur und die Kunstfertigkeit, Ethik, Philosophie und Mythologie um Jade erlangte ihren Höhepunkt. Noch heute glaubt man in China an ihre heilenden Kräfte und verehrt sie als Glückbringer.

Da Jade eines der zähesten Materialien der Welt ist, kann sie nur mit diamantversetzten Werkzeugen geschliffen werden. Erst durch das sorgfältige Polieren entsteht der schmeichelhafte Glanz, der sie so einzigartig macht. Das natürliche Farbspektrum reicht von weiß, zartgelb und lavendelviolett, über grün, braun und grau bis hin zu schwarz. Die wertvollste Farbvarietät ist dabei das als Imperial- oder Kaiserjade bezeichnete Smaragdgrün und ist in ihrem Wert mit Gold zu vergleichen. Im präkolumbianischen Mittelamerika war Jade sogar geschätzter als das wertvolle Edelmetall Gold selbst.

Einige unserer Jade

Jaspis

Bereits urgeschichtlich zur Herstellung von Werkzeugen verwendet, begleitet der Jaspis uns seit Menschengedenken. Im Altertum, sowohl bei den Griechen als auch den Römern hochgeschätzt, wird er auch in der Bibel im Rahmen der Offenbarung des Johannes als einer der zwölf, die Jeru-salemer Stadtmauer schmückenden Steine erwähnt. Ebenso nennt ihn das Nibelungenlied, demzufolge er auf Siegfrieds Schwert Balmung eingearbeitet gewesen sei.

Aufgrund seines vielgestaltigen Farbspektrums wurden ihm historisch wohl auch fälschlich zahlreiche andere Steine zugerechnet und unter seiner Bezeichnung gehandelt. Er tritt nur sehr selten einfärbig in Erscheinung, meist ist er mehrfarbig gesprenkelt, geflammt oder gestreift. Oft wurde er in ganz erstaunlichen Größen verarbeitet, so beispielsweise ist der sogenannten Kolyvan-Vase in der St. Petersburger Eremitage, die bei einer Größe von fünf mal drei Metern etwa 19 Tonnen wiegt. Im Schmuckbereich wird Jaspis heutzutage hauptsächlich für Manschettenknöpfe verwendet und in langer Tradition für Siegelringe verarbeitet.

Karneol

Bereits in der Antike fertigte man preziöse Kleinkunstwerke und prächtige Gemmen aus Karneol. Bis heute erfreut sich der Karneol großer Beliebtheit, allerdings handelt es sich bei vielen der heutzutage angebotenen Karneole oftmals eigentlich um gefärbte und hitzebehandelte Achate. Natürlicher Karneol zeigt im Durchlicht eine wolkige Farbverteilung, während gefärbter Achat über eine streifige Tönung verfügt.

Ein kulturhistorisch interessantes Beispiel für seine traditionelle Verwendung als Siegelringstein ist Martin Luthers in Karneol geschnittenes Wappen der Lutherrose, das heute im Grünen Gewölbe in Dresden zu sehen ist.

Einige unserer Karneole

Koralle

Die Entstehung der roten Meergewächse war lange Zeit von Mythen und Legenden umrankt. Ovid schildert in den Metamorphosen die Geburt der Koralle aus dem Blut der von Perseus bezwungenen Medusa. Das Blut aus dem leblosen Kopf hätte sich in leuchtend rote Korallenäste verwandelt. Zweifelsohne trägt die Frage, ob sie denn nun Lebewesen, Pflanze oder Mineral sei, seit jeher zur Faszination bei. Unter Wasser scheinbar lebendig, an Land jedoch hart wie Stein – diese Widersprüchlichkeit im Wesen der Koralle hat die Fantasie der Menschheit angeregt und die Überzeugung heranreifen lassen, dass diesem Stoff magische und heilende Kräfte innewohnen müssten. In frühneuzeitlichen Kunstkammern zwischen den Produkten der Natur und den Erzeugnissen des Menschen oszellierendes und begehrtes Sammelobjekt, wurden die kleinen roten Äste von Goldschmieden zu einzigartigen Kunstkammerstücken verarbeitet. Korallenschmuck steht also in einer langen Tradition.

Das Farbspektrum der roten Korallen reicht von zartrosa bis lachsfarben, über hellrot und mittelrot bis hin zu dunklem ochsenblutrot. Abgesehen von rot, ist auch weiße, blaue und schwarze Koralle ein toller und außergewöhnlicher Blickfang.

Einige unserer Korallen

Kunzit

Unserer Kunzite

Kyanit

Einige unserer Kyanite

Labradorit

Dieser charmant irisierende Stein wurde nach seinem ursprünglichen Fundort, der in Kanada gelegenen Halbinsel Labrador benannt, wo er 1770 erstmals gefunden wurde. Das metallische Glänzen gibt vor allem durch die bei Bewegung aufblitzenden blau-grünen Farbeffekte einen sehr lebendigen Eindruck. Dabei tritt er einerseits sehr modern andererseits aber zugleich zeitlos auf. Durch die neutrale Farbgebung und seinen subtilen Schimmer wird er auch im Bereich des Alltagsschmucks oft geschätzt. Trotz seiner hohen farblichen Anpassungsfähigkeit, die der des verwandten Mondstein ähnelt, verfügt er über einen unverwechselbaren Charakter, der ihm eine sehr spezielle Ausstrahlung verleiht.

Einige unserer Labaradorite

Lapis Lazuli

Michelangelo schuf damit sein berühmtes Fresko in der Sixtina, Kleopatra trug ihn in Form von betörendem Lidschatten an den Augen, Napoleon als schützenden Glücksbringer in der Hosentasche. Auch unter den Griechen, Römern und Indianern galt der vielseitige Lapis Lazuli als Schutz-stein, dem göttliche Kraft und magische Eigenschaften zugeschrieben wurden. Funde von Grabbeigaben, historischen Schmuckstücken und Kultgegenständen zeugen von der Wertschätzung und religiösen Bedeutung innerhalb vergangener Hochkulturen wie beispielsweise der Sumerer, Akkadier oder Babylonier, in deren auf mindestens 1800 v. Chr. zurückgehendem Gilgamesch-Epos er schon Erwähnung findet. Bereits die Ägypter verwendeten ihn für Siegelrollen, wie er auch heute noch bei uns im Haus traditionell als Siegelstein für Wappenringe angefertigt wird.

Die besten Qualitäten weisen eine durchgängige Farbverteilung auf, deren farbgebende Substanz Schwefel ist. Feine Pyriteinstreuungen sind dabei ein Zeichen seiner Echtheit. Beim Tragen von Lapis direkt an der Haut ist wichtig zu beachten, dass die zu ihrem Schutz zwar oft gewachste Oberfläche dennoch sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen ist und vor allen Arten von Säuren und Laugen, Parfum, Spülmittel, Öle und Cremes, Insektenschutz, Haarspray aber auch Schweiß geschützt werden sollte, da sonst die Farbe des Steines darunter leidet bzw. Flecken ent-stehen können.

Einige unserer Lapis Lazuli

Malachit

Neben seiner Funktion als Schmuckstein zeugen  seine Verwendung als kostbares Pigment innerhalb der Ölmalerei, in prächtigen Kunstgegenständen und sogar in der Kosmetik von der Vielseitigkeit und einzigartigen Farbqualität des Malachits. Bedeutende Artefakte sind beispielsweise die mit Malachit, Lapis Lazuli und Türkis besetzte Totenmaske des Tutanchamun, Raffaels berühmte Sixtinische Madonna oder die beeindruckende, einst bemalte Terrakottaarmee des chinesischen Kaisers Qin Shi Huang. Während sich in der Malerei verwendete Malachitpigmente – im Gegensatz zum unter Feuchtigkeitseinfluss vergrünendem Azuritpigment – stabil darstellen, können Malachite bei langanhaltender direkter Sonneneinstrahlung verblassen und bei längerem Kontakt mit Wasser an Glanz verlieren.

Auch im Bereich des Kunsthandwerks erfreute sich Malachit großer Beliebtheit. Besucht man St. Petersburg, kann man beim Besuch des Winterpalastes das sogenannte Malachitzimmer bestaunen, das nicht nur mit monumentalen Malachitsäulen sondern auch mit einem vollständig mit Malachit verkleideten Kamin und Tisch aufwarten kann. Sogar ganze Klavierflügel wurden in Russland einst mit kostbaren goldverbrämten Malachitverkleidungen hergestellt. Die großen dazu herangezogenen Steinvorkommen im Gebiet des Ural sind heute jedoch annähernd erschöpft.

Einige unserer Malachite

Moldavit

Entstanden durch einen Meteoriteneinschlag im Gebiet des heutigen Tschechiens – mit einigen kleineren Streufeldern in den Nachbarländern – wurde er erstmals im 18. Jahrhundert entdeckt. Moldavit ist kein Mineral, sondern ein natürliches Glas. In der Zeit des Jugendstils erfreute sich der Moldavit wegen seiner schönen flaschengrünen Farbe für kurze Zeit großer Beliebtheit, bevor durch die Häufung von Fälschungen mit Flaschenglas das Vertrauen seiner Verehrer verloren ging. Als Queen Elizabeth II 1963 von der Schweiz eine mit einem Moldavit besetzte Tiara zu ihrem Thronjubiläum geschenkt bekam, stand er für kurze Zeit wieder im Rampenlicht.

Mondstein

Seinen poetischen Namen trägt der Mondstein, da sein Schimmern an das sanfte nächtliche Mondlicht zu erinnern vermag. Zurückzuführen ist der sogenannte Mondstein-Effekt auf das Phänomen der sogenannten Adulareszenz. Die Brechung und Streuung des Lichtes an der spezifischen Kristallstruktur lassen den Stein trüb erscheint, wobei die Überlagerungen der gebrochenen Lichtstrahlen schließlich den begehrten Glanz erzeugen.

Der verführerische, samtige und sehr subtile Farbwechsel kann je nach Herkunftsstätte des Steines im Grundton farblich von weiß und sandfarben über grau und braun bis orange variieren. Durch seinen zeitlosen Charakter und die mit seiner gedeckten Farbigkeit verbundene Flexibilität machen den Mondstein zu einem sehr beliebten Alltagsbegleiter mit dem gewissen, sehr zeitgemäßen Extra.

Einige unserer Mondsteine

Onyx

Immer wieder als Stein der Nacht bezeichnet, trägt auch sein opakes Aussehen zur geheimnisvollen Aura des Onyx bei. Vor allem in der Zeit des Art Déco wurde er seiner Extravaganz wegen besonders geschätzt. Die auf seine vulkanische Entstehung zurückgehende schwarze Farbe fügte sich harmonisch in das dezente Farbschema der Zeit und trat vor allem mit Diamanten in kongeniale Verbindung. Die Gegensätze beider Steine hoben die unverwechselbaren Qualitäten des jeweils anderen hervor, wohl das Ideal jeder wahrhaft zeitlosen Partnerschaft. Die undurchdringbare Geschlossenheit des Onyx unterstreicht dabei den stählernen Glanz des Diamanten wie umgekehrt das glasklare Erscheinungsbild des Diamanten der dezenten Eleganz des Onyx noch mehr Ausdruckskraft verleiht. „Never change a winning team“, sagte einst jener Trainer, der England zum Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft verhalf. In diesem Sinn verarbeiten wir dieses unschlagbare Duo stets gerne, vor allem zu Manschettenknöpfen oder Frackgarnituren. Dank ihres subtilen Understatements verhelfen sie dem auch noch so dezenten Mann auf jedem Parkett zu einer guten Figur.

Einige unserer Onyxe

Opal

Die alten Griechen glaubten, Opal wäre aus den Freudentränen des Göttervaters Zeus entstanden, als er schließlich im Kampf gegen die Titanen siegte. Entgegen seines unglücklichen Rufes war Opal der erklärte Lieblingsstein Queen Victorias, die  durch großzügige Opalgeschenke an alle ihre Enkelinnen den unglücksbringenden Ruf widerlegte, denn nichts Dramatisches geschah. Machen Sie es ihr doch nach und frönen Sie dem bunten Schillern.
Zur Gruppe der Opale gehören sowohl die regenbogenartig schillernden Edelopale als auch die üblicherweise nicht opalisierenden orange-roten Feueropale. Feueropale zeigen sich meist trüb und nur sehr selten klar, in welchem Fall es sich um besonders wertvolle Raritäten handelt.
Zu den Edelopalen wiederum zählen neben den besonders wertvollen Boulder- und Harlekinopal auch der weiße und der seltenere sogenannte Schwarzopal, dessen Grundfarbe jedoch meist dunkelgrau, dunkelblau bis dunkelgrün ist. Boulderopale sind auch dunkel, verfügen aber über ein noch intensiveres Farbenspiel sowie auch eine höhere Festigkeit. Der durchsichtige bis durchscheinende Harlekinopal mit wirkungsvollen segmentartigen Farbmustern zählt zu den begehrtesten Opalen überhaupt.
Da Opale zwischen 3-30% Wasser enthalten, ist es wichtig – um Feuchtigkeitsverlust und Materialschäden in Form von Sprüngen und Glanzverlust vorzubeugen – sie entsprechend regelmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen. Lagerung beispielsweise in feuchter Watte erhält das Farbspiel und verhindert Altern. Auf keinen Fall sollten Opale über einen längeren Zeitraum in Umgebung mit hoher Lufttrockenheit lagern, wie sie beispielsweise in Safes herrscht, da es sonst zu irreversiblen Schäden am Stein kommen kann. Auch ist Vorsicht bei Druckeinwirkung und Kontakt mit Kosmetika, Seife oder anderen Reinigungsmitteln geboten.

Einige unserer Opale

Paraiba-Turmalin

Diese edelste aller Turmalinvarietäten erhielt ihren Namen nach dem ersten Fundort im gleich-namigen brasilianischen Bundesstaat Paraiba im Nordosten des Landes, wo er in den 1980ern erstmals entdeckt wurde. Bis heute sind die aus Brasilien stammenden Paraiba Turmaline die begehrtesten und auch teuersten Qualitäten, sind doch die Minen heute weitgehend erschöpft. Diese Steine gelten mittlerweile als tragbaren Wertanlagen, da die Preise vor allem für exzellente Qua-litäten in den letzten Jahren kontinuierlich steigen. Kein anderer Farbedelstein hat einen derartig steilen Höhenflug hingelegt, wie der Paraiba Turmalin in den letzten 30 Jahren. Der Hauptgrund dafür liegt sicherlich in seiner Seltenheit und außergewöhnlichen auf Kupfer und Mangan zurück-gehenden neonartigen Farbe, die je nach Herkunft von blau über neonblau und blaugrünen Türkistönen bis hin zu leuchtendem Grün variiert. Mit Farbbezeichnungen wie „neon“, „electric“, „vivid“ oder „glow“ versucht der Handel seinem außergewöhnlichen Erscheinungsbild gerecht zu werden. Weitere Vorkommen liegen in Mosambik und Nigeria, woher der Großteil der heute gehandelten Paraiba Turmaline stammt.

Einige unserer Paraiba-Turmaline

Peridot

Peridot

Die Frage, ob es im Weltall fremdes Leben gibt, läßt sich so beantworten: Es gibt Peridot! In Russland sind nämlich geschliffene Peridots bekannt, die aus einem 1749 in Ostsibirien niedergegangenen Meteoriten stammen. Irdischer sind die historischen Fundstätten in der Umgebung des Roten Meeres, woher die Kreuzfahrer den Peridot nach Mitteleuropa brachten. Im Mittelalter viel für kirchliche Zwecke verwendet, entpuppte er sich als Lieblingsstein des Barocks und besticht bis heute durch seinen warmen frischen Mittelgrünton.

Einige unserer Peridote

Perle

Die sagenumwobene Aura der Perlen geht auf eine Zeit zurück, als man Perlen noch nicht künstlich zu züchten vermochte. Bevor zum Beginn des 20. Jahrhunderts die professionelle Perlenzucht von Japan aus ihren Anfang nahm, mussten zahllose, von Perltauchern an den warmen Küsten Indiens, Ceylons, und der arabischen Halbinsel unter großen Strapazen geborgene Muscheln geöffnet werden, um durch Glück und Zufall eine natürlich gewachsene, heute fast unbezahlbar gewordene sogenannte Orientperle zu finden. Dementsprechend kostbar, oft sogar teurer als die meisten Edelsteine, wohnte diesen Naturperlen großer Symbolcharakter inne.

Indische und chinesische Herrscher betteten ihre Füße Überlieferungen nach auf kostbare Perlteppiche, eine Idee, die der Maharadscha von Baroda später aufgriff und einen, 2009 um 5 Mio USD versteigerten, kostbaren Teppich aus Perlen beauftragte. Auf Handelswegen oder als Kriegsbeute gelangten Perlen schließlich auch nach Ägypten, Griechenland, Rom und Byzanz, wo sie als prächtige Statussymbole galten. Kaiser Caligula etwa punktete mit perlbestickten Pantoffeln, während die Damen Roms das Innere ihrer Kutschen mit Perlen auskleiden ließen.
Bereits in der Offenbarung des Johannes erwähnt, wohnte Perlen ab dem Mittelalter zusätzlich sakraler Charakter inne, da man sie als Sinnbild für die Liebe zu Gott verstand. Eine Vorstellung, die die spanischen Eroberer des 16. Jh. dazu inspirierte, die in den Tempeln der Azteken erbeuteten Perlschätze in Europa zu kunstfertigen Stiftungen zu verarbeiten, wie beispielsweise der mit 80.000 Perlen besetzte Mantel der Madonna in der Kathedrale von Toledo bezeugt. Doch auch weltliche Damen wie Maria de Medici, Frau von Heinrich IV., kleideten sich in kostbare perlbesetzte Gewänder. Überlieferungen zufolge soll sie ein Kleid besessen haben, das mit über 3000 Diamanten und 32000 Perlen geschmückt war, in dem sie aufgrund des hohen Gewichtes nur be-schwerlich zu gehen vermochte und ihr den Spott mancher Kritiker einbrachte. Die letzte derartig bekannte Extravaganz jüngeren Datums datiert von 1908, als man der letzten Kaiserin von China eine kostbare Perldecke mit ins Grab gab, wobei dieses jedoch in Revolutionszeiten später leider geplündert wurde.

Bei der Beurteilung der Qualität von Perlen sind neben der Frage, ob es sich um eine Süß- oder eine gezüchtete Meerwasserperle oder gar eine unermesslich kostbare natürliche Orientperle handelt, vor allem die Kriterien des auch Schmelz genannten Lüsters, der Oberflächenqualität, der Größe, der Form, der Farbe und der Dicke des Perlmutts ausschlaggebend. Süßwasserperlen verfügen über einen schwächeren Lüster und sind selten rund. Bei gezüchteten Salzwasserperlen unterscheidet man nach Herkunft zwischen Akoya-, Tahiti- und Südseeperlen. Akoyaperlen, ursprünglich aus Japan kommend, werden heute aber auch in China und Vietnam gezüchtet, und weisen von den drei genannten Zuchtperlen die dünnste Perlmuttschicht auf. Die vor allem durch Kaiserin Eugenie in Europa berühmt gewordenen Tahitiperlen bestechen durch ihre dunkle Farbgebung, die von grau, silber, schwarz über blau-grün bis hin zur sogenannten als peacock bezeichneten grün-pinken Farbnuance reicht. Die in Indonesien, Australien und Philippinen vorkommenden wei-ßen, silberstichigen und goldgelben Südseeperlen sind die kostbarsten Zuchtperlen und erreichen eine beeindruckende Größe von bis zu 20mm.

Einige unserer Perlen

Perlmutt

Das edle Innenleben bestimmter See- und Perlmuscheln – sozusagen der „Perlmuttern“ – inspiriert seit Jahrhunderten die Phantasie der Menschen. Der irisierende Schimmer ziert nicht nur Schmuckstücke vortrefflich, sondern wurde auch an den europäischen Fürstenhöfen gerne für prächtige Einlegearbeiten an Kunstgegenständen und Kunstkammerstücken verwendet. Bei Bewegung geht das sichtbare Schillern des Perlmutts auf Lichtinterferenzen der unterschiedlichen Anteile des Farbspektrums zurück. Wir verarbeiten Perlmutt in unserer Werkstatt sowohl für Frackgarnituren und Manschettenknöpfe als auch als Hintergrundmaterial für aufwendige Bergkristallminiaturen nach Maß.

Unsere Perlmuttstücke

Prehnit

Quarz

Neben Bergkristall, Citrin, Rosenquarz, Amethyst, Blauquarz und auch Rauchquarz zählen auch Falken-, Katzen- und Tigerauge zur Gruppe der makrokristallinen Quarze.
Der Name Kristall leitet sich vom griechischen Wort für Eis her, da man Bergkristall in der Antike für Ewiggefrorenes – also zu Stein gewordenes Eis – hielt. Eine amüsante Anekdote aus der Römerzeit: da Bergkristall auch bei warmen Temperaturen lange kalt bleibt, bewahrten einige reiche Römer ihn oft in ihren Häusern auf um sich im Sommer ihre Hände daran abzukühlen. Später oft für Prunkgefäße und Kunstkammerstücke verwendet, erfreut er sich auch heute noch großer Beliebtheit und wird beispielsweise im Rahmen unserer Sonderanfertigungen von Miniaturmalereien häufig verwendet.
Im Gegensatz zu Bergkristall ist Rosenquarz meist trüb und verdankt seine Rosafärbung  Titan und Mangan. Fundorte sind unter anderem auch Indien, Kenia, Mozambique, Namibia und Sri Lanka.
Die Braunfärbung des Rauchquarzes wiederum rührt von natürlicher oder künstlicher Gammastrahlung her, wobei er auch häufig Einschlüsse von Rutilnadeln aufweist und unter anderem in Russland und Schottland gefunden wird.

Einige unserer Quarze

Rhodochrosit

Schon von den Inkas sehr geschätzt, wird er auch heute noch Rose der Inkas genannt und gilt als Nationalstein Argentiniens. Funde von Grabbeigaben belegen, dass er aber bereits im alten Ägyp-ten bekannt war, und im Sinai gemeinsam mit Mangan abgebaut wurde. Trotz der, auf seine rosa bis rote Farbe zurückgehende, sehr klingende Bezeichnung Himbeerspat kann er auch in weiß, gelb oder braun vorkommen. Häufig zeigt er sich mit einer weißen Bänderung, die auf seine unter Wassereinfluss stattfindende schichtweise Ablagerung zurückgeht. Anhand dieser Schichtstruktur erklärt sich auch seine geringe Härte und Hitzeunbeständigkeit.